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Standrohr für Kunststoff-Wasserzähler

Standrohre dienen der hygienischen Versorgung mit Trinkwasser, beispielsweise auf öffentlichen Veranstaltungen oder auf Baustellen. In der Regel sind diese Standrohre mit Wasserzählern aus Messing ausgestattet.

Jedoch werden im häuslichen Bereich immer mehr Wasserzähler aus Kunststoff eingesetzt und damit entsteht auch der Wunsch diese im Standrohr zu integrieren, und zwar aus einem einleuchtenden, einfachen Grund: Neben der Vermeidung einer doppelten Lagerhaltung gelten diese Zähler als unempfindlich gegenüber Verschmutzungen, da keine Siebe verbaut werden und keine mechanischen Zählwerke oder Messkammern vorhanden sind.

Die Besonderheit ist der schützende Käfig, wodurch der Kunststoff-Wasserzähler keinen äußeren Beanspruchungen unterliegt und schwimmend gelagert ist. Ein robuster Einsatz des Standrohres wird so weiterhin ermöglicht.

Mit Hilfe der »Finite Elemente Methode« wurde dieser Käfig in einer Computersimulation einem Belastungstest unterzogen. In der Simulation wurden Druckspitzen simuliert. Außerdem wurde in der Praxis das komplette Standrohr in der Qualitätssicherung geprüft, unter Simulation von harten Bedingungen. Es traten keine plastischen Verformungen auf – somit werden der Kunststoff-Wasserzähler und weitere Teile perfekt geschützt.

Zukünftig wird dieses Standrohr auch die Möglichkeit bieten, die Funktionen eines Smart-Meters zur Datenübertragung nutzen zu können. Doch dazu in Zukunft mehr.

Europäische Trinkwasserrichtlinie
Einwandfreies und sauberes Trinkwasser:
Überarbeitete europäische Trinkwasserrichtlinie tritt 2021 in Kraft

EWE-Armaturen aus Si-Messing als wichtiger Bestandteil zur Erfüllung der Richtlinie

 

Um den Anforderungen der EU-Trinkwasserrichtlinie 2021 gerecht zu werden, stellt EWE-Armaturen einen Großteil der Armaturen aus bleifreiem Silicium-Messing her.

Worum geht es?

Die Richtlinie sieht eine weitere Halbierung des Grenzwertes (bislang 10 μg/l) für Blei im Trinkwasser vor. Der Druck, bedenkliche Werkstoffe wie Blei im Trinkwasser weiter zu reduzieren, wird stetig zunehmen. Bereits die aktuelle nationale Trinkwasserverordnung fordert, dass „Konzentrationen von chemischen Stoffen, die das Wasser für den menschlichen Gebrauch verunreinigen oder seine Beschaffenheit nachteilig beeinflussen können, so niedrig gehalten werden (sollen), wie dies nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik mit vertretbarem Aufwand unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalles möglich ist.“

EWE-Armaturen hat schon vor 13 Jahren damit begonnen, sein Lieferprogramm auf den bleifreien Werkstoff Silicium-Messing (Si-Messing) umzustellen. Im Vergleich zu handelsüblichem Messing ist es besonders entzinkungs- und korrosionsbeständig und weist eine hohe Festigkeit auf. Durch diese Eigenschaften übertrifft das Si-Messing herkömmliche Messingarten und stellt auch eine echte Alternative zu Bauteilen aus Edelstahl dar. Der Einsatz bleifreier Armaturen in der Trinkwasserinstallation bietet einerseits den Verbrauchern die Sicherheit, hygienisch einwandfreies Trinkwasser zu beziehen, aber auch den Versorgern einen einfachen Weg, dem „Minimierungsgebot“ der Trinkwasserverordnung zu entsprechen und so einer zukünftigen Bleidiskussion aus dem Weg zu gehen.

Weitere Informationen und Details zur EU-Trinkwasserrichtlinie finden Sie auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums.

FLEXORIPP mit DIBt-Zulassung

Der FLEXORIPP-Wasserzählerschacht in der DIBt*-Ausführung ist der ideale Schacht für Wasserversorger und Bauherren, die Wert auf ein geprüftes, kompaktes Schachtbauwerk legen.

Unser bewährter FLEXORIPP-Wasserzählerschacht ist aus Kunststoff – leicht und witterungsbeständig. Durch die Rippenkontur ist der FLEXORIPP-Wasserzählerschacht besonders belastbar und formstabil, außerdem kann die Einbautiefe durch Kürzen leicht angepasst werden.

Üblicherweise werden Wasserzählerschächte in Neubaugebieten, in Parkanlagen oder auf Campingplätzen eingesetzt.

Mit dem FLEXORIPP-Wasserzählerschacht in der weißen DIBt-Ausführung mit Ü-Kennzeichnung am Schachtkörper ist nun auch ein Einbau im öffentlichen Bereich nach Landesbauordnung möglich.

Das Regelwerk stellt viele Anforderungen an Wasserzählerschächte und deren Ein- und Anbauten, damit Wasserzähler und Trinkwasserleitungen optimal betrieben und vor Verunreinigungen und Schäden geschützt werden.

Wasserzählerschächte müssen den »Technischen Regeln für Wasserverteilungsanlagen« (DVGW W 400) entsprechen, um eine witterungsunabhängige Funktion von Zählern und Rohrleitungen sicherzustellen.

Besonders im öffentlichen Bereich gelten verschärfte Auflagen, die mit herkömmlichen Schächten nicht erfüllt werden können.

So ist bei Anlagen, die unter die Landesbauanordnung fallen – wie z. B. Sportplätze, Ausstellungsflächen, Campingplätze oder Freizeitparks – eine bauaufsichtliche Zulassung erforderlich. Dieses Zulassungsverfahren ist aufwendig und kostenintensiv. Die Hürden für eine Zulassung sind hoch.

Bislang ist der FLEXORIPP-Wasserzählerschacht in der weißen DIBt-Ausführung der einzige Schacht, der diese strengen Vorschriften erfüllt.

*DIBt – Deutsches Institut für Bautechnik

Blei im Trinkwasser

Bleileitungen, bleihaltige Armaturen

Bleihaltige Armaturen und Wasserleitungen aus Blei sind noch in vielen Wohnungen zu finden.

Doch: Blei ist gesundheitsschädlich.

Auf der anderen Seite sollte der Genuss von Trinkwasser nicht die Gefahr bergen zu erkranken. Deswegen gibt es weitere Verschärfungen der Vorgaben für den Grenzwert des Schwermetalls Blei im Trinkwasser.

Gesundheitsrisiko Blei

Die unbemerkte, regelmäßige Aufnahme kleiner Bleimengen stört die Blutbildung und Intelligenzentwicklung im jungen Alter, bereits beginnend bei Ungeborenen.

Auch das sich entwickelnde, kindliche Nervensystem kann geschädigt werden. Insbesondere Schwangere sollten aus diesem Grund geschützt werden, da über ihr Blut das Blei in den Organismus des Ungeborenen gelangen kann.

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Grenzwert und Informationspflicht

Seit Dezember 2013 gilt gemäß Umweltbundesamt Deutschland für Blei im Trinkwasser ein Grenzwert von maximal 0,01 mg/l.

In der Europäischen Chemikalienverordnung REACH steht Blei seit März 2018 auf der Kandidatenliste. Diese schreibt vor, dass Hersteller und Lieferanten ihre gewerblichen Kunden informieren, sofern Blei in ihren Produkten in einer Konzentration von über 0,1% enthalten ist.

EWE-Armaturen informiert Kunden und Partner beim Kauf, sobald in einem Produkt im mediumberührten Bereich Erzeugnisse aus Legierungen verwendet werden, die mehr als 0,1% Blei enthalten.

EWE-Armaturen aus Silicium-Messing

EWE-Armaturen produziert seit über 13 Jahren erdverbaute Armaturen aus EWE-Silicium-Messing. Dieses Messing wurde speziell für die Anforderungen der Trinkwasserinstallation entwickelt und kommt ohne Blei aus.

EWE-Silicium-Messing ist langlebig und nachhaltig und kann durch das bereits bestehende Recyclingsystem vollständig wiederverwertet werden.

EWE-Armaturen bietet alle mediumberührenden Bauteile eines Hausanschlusses von der Anbohrarmatur bis hin zur Wasserzähleranlage aus bleifreiem Messing an.

 
 

Hallenneubau bei EWE‑Armaturen


Erstes Brainstorming im Jahr 2016

Das Projekt Hallenneubau begann bei EWE-Armaturen bereits Ende 2016 mit einem Brainstorming, bei der die Produktionsmitarbeiter ihre ersten Ideen einbringen konnten.


Kooperation mit TU Braunschweig

Im Januar 2018 wurden in einem intensiven Workshop von EWE-Mitarbeitern und der Technischen Universität Braunschweig weitere wichtige Planungsschritte in Richtung Hallenbau unternommen.

Bereits in der Vergangenheit konnte EWE-Armaturen mit der Universität einige Projekte bestreiten, da lag eine weitere Kooperation nahe. Eine Zusammenarbeit, die sich gelohnt hat – denn durch den Hallenneubau werden die Effizienz in der Produktion gesteigert und modernste Produktionsräume geschaffen.


Die Innenausstattung

Ebenso effizient und auch platzsparend wird das neue Verschieberegal mit sieben Fahrwagen sein, welches für die Lagerung von Rohmaterial vorgesehen ist. So kann gezielt der gewünschte Gang geöffnet werden.

Bei der technischen Gebäudeausrüstung wurde ein besonderes Augenmerk auf eine emissionsarme, ökologische, effiziente und günstige Energiegewinnung bzw. Rückgewinnung gelegt. Beispiele dafür sind die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, die eine umweltfreundliche Energiegewinnung sichert, und das Regenrückhaltebecken.

Insgesamt elf Dreh- und Fräsmaschinen finden ihren neuen Platz in der Halle. Sie werden an eine zentrale Absaugung angeschlossen und Aerosole direkt aus dem Maschinenraum abgesaugt. Dadurch wird die Luftqualität in der Halle deutlich verbessert. Und: In der Halle sind nicht nur Maschinen zu finden, sondern auch unter anderem ein fast 100 qm großer Werkstatt- und Voreinstellraum und ein Schulungsraum.

Start der Produktion in der neuen Halle ist für Ende 2020 vorgesehen.

Serienfertigung – aus Sicht eines Vertriebsmitarbeiters

Corona hat für uns alle so manche Änderung des Alltags gebracht.

Für mich hieß das, dass ich im April die Kollegen in der Schacht-Serienfertigung unterstütze.

Und das bedeutete konkret:

20. April 2020 – Montag, 6.00 Uhr morgens an der Werkbank stehen.

„Oh no…“, dachte ich, aber irgendwie wird es schon gehen.

Und natürlich ging es auch. Sicherheitsschuhe an und los ging’s.

Meine erste Tätigkeit in der Schachtserienfertigung war die Schlauchkomplettierung für unser Spitzenprodukt – den FLEXORIPP.

Nach ein bis zwei Stunden des Einfindens ging mir diese Arbeit erstaunlich gut von der Hand.

Als Aushilfe will man natürlich keine Fehler machen und so agierte ich sehr besonnen und akribisch.

Sprüche wie: „In der Ruhe liegt die Kraft. Immer achtsam sein.“, gingen mir durch den Kopf.

Die ganzen Apparaturen, die zur Erleichterung der Arbeit gebaut wurden, machten mich neugierig. Ich fand es erstaunlich, wie Hilfsmittel aus Dingen, die nicht mehr in Gebrauch sind, konstruiert werden.

Ich erwähne hier nur eine Geldkassette und ein ausgesondertes PE‑Rohr in Symbiose gebracht. Wir haben schon klasse Erfinder bei uns in der Firma.

Meine Kollegen in der Schachtserienfertigung waren sehr hilfsbereit und jederzeit für Erklärungen ansprechbar.

Schön ist es, diese Arbeit kennenzulernen und eben auch zu verstehen – nicht nur theoretisch davon gehört zu haben.

Erst wenn man in den Mokassins eines anderen eine Meile gegangen ist, kann man erahnen, wie ES ist. (Alte indianische Weisheit)

Alles in allem waren wir sehr erfolgreich und hatten zusammen viel Spaß – und nebenbei haben wir noch ein kleines EWE‑Inside-Video gedreht. Zu finden auf unserem Facebook-Profil.

Die Früh- und Spätschicht in der Schachtserienfertigung hat mir natürlich auch gezeigt, wie alles hätte anders sein können. Bitte nicht falsch verstehen. Trotz der schönen und abwechslungsreichen Zeit in dieser Abteilung will ich meinen Außendienst nicht missen. Ich treffe sehr, sehr viele nette Kunden und bin (fast) immer gern gesehen. Es ist in der Regel ein freundliches Miteinander zwischen Lieferant – Ingenieurbüro – Händler – Baufirma/Versorger – Endkunde.

Und ab jetzt, wir sind im September 2020, heißt es wieder vermehrt: Raus zum Kunden! Das ist sehr schön. Corona ist zwar weiter unser Begleiter, allerdings steht mit den getroffenen Vorsichtsmaßnahmen (Maske und Abstand) auch einem Kundenbesuch kaum mehr etwas im Wege.

 

Volker Kottwitz